Die coolsten Länder und Städte für Streetfood weltweit

Wenn wir an Streetfood denken, so kommt uns oft als erstes Südostasien in den Kopf – zumindest geht es mir so. Und sicherlich ist diese Region auch ein wahres Streetfood-Mekka. Doch eigentlich findet sich Streetfood, also Essen und Getränke, die an (meist fahrbaren) Straßenständen oder auf Märkten verkauft werden, fast überall auf der Welt.  Da ich persönlich es liebe, neues Essen zu probieren, mal hier und dort zu kosten und generell sehr offen bin für Neues, ist Streetfood genau das Richtige für mich. Mit einem kleinen Abstrich vielleicht: Da ich Vegetarierin bin, kann ich nicht alles essen, was in den Straßen dieser Welt angeboten wird, fündig werde ich trotzdem fast überall. Im Folgenden möchte ich euch ein paar Länder und Städte vorstellen, die ich besucht habe und wo ich das Streetfood besonders lecker und spannend fand.

 

Streetfood – Thailand

Oh ja, Thailand ist eine Streetfood-Hochburg. Hier gibt es nichts, was es nicht gibt. An jeder Ecke finden sich Obststände, unter anderem mit meinem Lieblingsfrüchten Mango und Kokusnuss, es gibt jede Menge Stände mit frischen Säften zu sehr niedrigen Preisen und Garküchen, die die unterschiedlichsten Gerichte anbieten. Mein liebstes Streetfood Essen in Thailand ist übrigens Mango Sticky Rice: süßer Klebereis mit frischen saftigen Magospalten und dazu Kokosmilch. Ich persönlich könnte dieses Gericht täglich essen und vermisse es immer sehr, wenn ich Thailand verlasse.

Mango Sticky Rice – meine liebste Süßspeise

Aber Thailand hat auch viel Streetfood, das für unsereins einiges an Mut erfordert. Beipsielsweise in China Town in Bangkok, habe ich so einiges entdeckt, was für mich völlig neu war: Fischsorten, die ich noch nie gesehen hatte, kleine Krebse, die noch leben und vieles mehr. Genauso wie es in Bangkok auf der berühmt-berüchtigten Kao San Road unter anderem Kakerlaken und Skorpione am Spieß zu kaufen gibt. Zwar zielt man damit primär auf Touristen ab, die sich dort in Scharen aufhalten, größtenteils nicht mehr ganz nüchtern sind und ihren Mut beweisen wollen; eine gute Möglichkeit mal etwas zu probieren, was der eigenen Essenkultur bisher völlig fremd war, ist es trotzdem. Immerhin habe ich gewagt in ein Skorpionbein zu beißen und es war ok – ein sehr neutraler Geschmack. Und auf jeden Fall sind die Tiere, die man hier probieren kann, nur sehr ungewöhnlich, ansonsten aber harmlos, im Gegensatz zu einigen wirklich gefährlichen Lebensmitteln, die es auf der Welt so gibt.

Streetfood – Singapur

Bleiben wir doch noch etwas in südostasiatischen Gefilden, nämlich im kleinen Stadtstaat Singapur, der sich neben Malaysia befindet. Hier war ich insgesamt dreimal und konnte mich an den Streetfood-Ständen kaum sattsehen (und -essen). Unter anderem bekannt ist Singapur für die Hawker Centres, von denen es etwas 100 in dem kleinen Land gibt und die jeweils Streetfoodstände und Garküchen unter einem Dach vereinen. In ihnen gibt es eine riesige Auswahl und vor allem etwas für jeden Geschmack. Gerade wenn man mit mehreren Personen unterwegs ist, so ist das natürlich unheimlich praktisch: Man kann zusammen an einem Tisch sitzen und jeder zieht los und sucht sich den für ihn passenden Essensstand – ob nun Chinesisch, Malaysisch, Indisch oder Indonesisch, oder eher westlich orientiert. Alles lässt sich finden.

Wie auch schon in Thailand, hat es mir in Singapur total gut gefallen, dass es überall frisches Obst und Säfte in den Straßen zu kaufen gibt. Für mich ist das immer ein kleiner Traum, sind diese doch bei uns immer extrem teuer. Natürlich kann man aber auch in Hülle und Fülle Shakes, Bubble Tea, süße Ice Teas und weitere stark gezuckerte Getränke bekommen – für alle, die es süß lieben.

Streetfood – Istanbul

Istanbul ist eine tolle lebendige Stadt, die ich sehr liebe und in der ich bisher zweimal war. Das Streetfood dort ist unter anderem sehr geprägt von leckerem frischen Brot und süßen Backwaren. Oder kennt ihr zum Beispiel Simits, die türkischen Brezeln mit Sesam? Köstlich!

Besonders im Kopf geblieben sind mir auch die Verkäufer der Esskastanien, die rund um den Taksim-Platz oder die Hagia Sophia an fast jeder Ecke, mit ihren kleinen Wägelchen, zu finden waren. Auch frische gegrillte Maiskolben werden in den Straßen verkauft, frische Säfte und türkischer Tee (Cay). Alles unheimlich lecker, finde ich.

Streetfood

Photocredits: Germanbackpacker

Streetfood – Australien

Australien ist wahrscheinlich nicht das erste Land, an welches man bei Streetfood denkt: zu unrecht, wie ich finde. Als ich in Südaustralien war, hat mich das Essen dort regelrecht umgehauen. Ganz besonders die Märkte, die es überall gab: vom Wochenmarkt, über den Organic Markt am Sonntag, bis hin zu den Farmers Market. Für mich wird Adelaide immer das (Street)Food-Paradies bleiben, denn dort gab es besonders viel vegetarisches Essen an den Ständen, und sogar glutenfreies. Und auch war es lange nicht so teuer, wie ich erwartet hatte – einen leckeren frischen und sättigenden Salat vom Markstand konnte für umgerechnet ungefähr 5-6 Euro bekommen.

Streetfood – London

Auch London ist ein absolutes Streetfood-Paradies, besonders in Statteilen, wie beispielsweise Shoreditch oder Camden Town. Gerade erst vor zwei Monaten war ich drei Tage in Shoreditch, habe mich an der Streetart erfreut, aber auch an den zahllosen Märkten, von denen viele Streetfood-Märkte waren. Aufgrund der zahlreichen Einwanderer aus Indien und Bangladesch gibt es in London südasiatisches Essen natürlich fast überall und besonders oft an Streetfoodständen – und ich liebe es absolut: scharf, würzig, meistens vegetarisch. Aber auch marrokanisches Streetfood habe ich dort gegessen, sizilianisches und vieles mehr. Schaut mal in meinem Artikel über East-London vorbei, in welchem ich auch die Märkte in Shoreditch aufgelistet habe.

In Camden Town war ich zwar seit einigen Jahren nicht mehr, aber ich weiß noch genau, wie ich auch dort von den vielen Streetfood-Optionen begeistert war. Und klar, wenn ihr die Fans der traditionellen britschen Fish and Chips seid, auch diese findet ihr natürlich an den Essensständen Londons.

 

Mehr zum Thema Essen auf Reisen und unter anderem auch über Streetfood, findet ihr übrigens im Reisemagazin von Reise.de.

Streetfood London

Streetfood in Camden in London – Photocredits: Reisepsycho

2 Kommentare

  1. Hallo Katharina!
    Das ist eine tolle Sammlung! Ich steh ja extrem auf Streetfood – und war eben vom Camden Market begeistert. Auch wenn dort irre viel los ist, aber man kann sich echt durch die ganze Welt kosten 🙂 Ein echtes Streetfood-Paradies ist auch Kopenhagen! Hier gibt es einige größere Märkte, wo man echt superleckeres Essen bekommt.
    LG Barbara

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