Margareteninsel Budapest: Mitten in Budapest, einer meiner absoluten Lieblingsstädte in Europa, umgeben von der Donau und nur wenige Minuten vom Stadtzentrum entfernt, liegt ein Ort, an dem statt Autolärm Vogelgezwitscher zu hören ist: Willkommen auf der Margareteninsel. Obwohl ich inzwischen bestimmt zehnmal in Budapest war, hatte ich die autofreie Insel bisher kaum beachtet. Vor etwa 15 Jahren war ich zwar schon einmal kurz dort, doch damals blieb es bei einem kleinen Spaziergang. Dieses Mal war es jedoch anders: Gemeinsam mit meinem Partner Dante verbrachte ich ein ganzes Wochenende auf der Insel. Übernachtet im schönen Ensana Thermal Margaret Island Hotel, über welches im Laufe dieses Artikels noch ausführlicher berichtet wird.
Unser erster Tag begann mit Regen. Eigentlich nicht die besten Voraussetzungen für einen Spaziergang durch einen Park, so sollte man meinen. Tatsächlich verlieh das Wetter der Margareteninsel aber eine fast mystische Atmosphäre. Die alten Bäume, die historischen Gemäuer und die ruhigen Wege wirkten beinahe ein wenig märchenhaft. Als am nächsten Tag die Sonne herauskam, zeigte sich die Insel von einer völlig anderen Seite: lebendig, grün und voller Menschen, die joggten, Rad fuhren oder einfach spazieren gingen. Nach diesem Wochenende verstehe ich absolut, warum viele Einheimische die Margareteninsel als grüne Lunge Budapests bezeichnen. Für mich gehört sie inzwischen zu den schönsten Orten der Stadt und ich würde bei meinem nächsten Besuch jederzeit wieder dort übernachten.
Die Margareteninsel Budapest
Die Margareteninsel (ungarisch: Margitsziget) liegt mitten in der Donau zwischen den beiden Stadtteilen Buda und Pest und erstreckt sich über rund 2,5 Kilometer. Trotz ihrer zentralen Lage fühlt sie sich überraschend weit entfernt vom Trubel der Großstadt an. Autos sind, mit wenigen Ausnahmen, nicht erlaubt. Stattdessen begegnet man hier Spaziergängern, Joggern, Radfahrern und Familien, die den Park als Naherholungsgebiet nutzen. Erreichen lässt sich die Insel bequem mit der Straßenbahn oder zu Fuß über die Margaretenbrücke bzw. die Árpád-Brücke. Viele Besucher kommen nur für eine kurze Runde über die Insel. Nach meinem Wochenende dort würde ich allerdings empfehlen, deutlich mehr Zeit einzuplanen, mindestens einen Tag.
Die schönsten Sehenswürdigkeiten auf der Margareteninsel Budapest
Japanischer Garten
Wenn ich nur einen einzigen Ort auf der Margareteninsel empfehlen dürfte, wäre es der Japanische Garten im Norden der Insel. Direkt neben dem Ensana Thermal Margaret Island Hotel gelegen, strahlt er eine unglaubliche Ruhe aus. Zwischen kleinen Brücken, liebevoll angelegten Teichen und einem kleinen Wasserfall schwimmen zahlreiche farbenfrohe Koi-Karpfen. Überall befinden sich zudem schattige Bänke, auf denen man sich ausruhen und einfach die Umgebung beobachten kann.

Wasserturm
Ein weiteres Wahrzeichen der Insel ist der historische Wasserturm aus dem Jahr 1911. Über mehrere Treppen gelangt man auf die Aussichtsplattform, von der aus sich ein schöner Blick über die Margareteninsel und Teile Budapests bietet. Ich selbst habe seit einigen Jahren ziemlich starke Höhenangst, weswegen ich nicht ganz bis nach oben gegangen bin, was Dante allerdings für mich übernommen hat, so dass die schönen Fotos von der Aussicht entstanden sind.
Weitere Highlights der Margareteninsel Budapest
Zwischen den weitläufigen Grünflächen der Margareteninsel Budapest stößt man immer wieder auf die Überreste ehemaliger Klöster und Kirchen. Besonders bei unserem Spaziergang im Regen hatten diese alten Mauern eine fast geheimnisvolle Atmosphäre und boten gleichzeitig schöne Fotomotive. Am südlichen Ende der Insel befindet sich außerdem der Musikbrunnen. Mehrmals täglich bewegen sich die Wasserfontänen im Takt verschiedener Musikstücke, was ihn besonders an warmen Sommertagen zu einem beliebten Treffpunkt für Besucher macht.Vor allem während der Blütezeit lohnt sich außerdem auch ein Spaziergang durch den Rosengarten, der mit zahlreichen Rosenarten einen farbenfrohen Kontrast zu den großen alten Bäumen der Insel bildet. Darüber hinaus gibt es auf der Margareteninsel unter anderem einen kleinen Wildpark, einen großen Spielplatz, Sportanlagen sowie zahlreiche Möglichkeiten, Fahrräder oder sogenannte Bringóhintós (mehrsitzige Fahrräder) zu mieten. Wer möchte, kann hier problemlos einen ganzen Tag verbringen, ohne dass auch nur im Ansatz Langeweile aufkommt.
Übernachten auf der Margareteninsel Budapest – eine ganz andere Seite der Stadt
Die meisten Besucher kommen, wie bereits erwähnt, nur für ein paar Stunden auf die Margareteninsel und fahren anschließend zurück in die Innenstadt. Ich fand es bei diesem Budapest-Besuch dagegen besonders schön, den Tag auch dort ausklingen zu lassen. Sobald die Tagesgäste langsam verschwinden, wird es auf der Insel noch ruhiger. Gerade am Abend herrscht eine entspannte Atmosphäre, die man mitten in einer Millionenstadt kaum erwarten würde.
Während unseres Aufenthalts wohnten wir ja im Ensana Thermal Margaret Island Hotel, das sich im nördlichen Teil der Insel befindet und von viel Grün umgeben ist. Trotz der ruhigen Lage erreicht man die Innenstadt in wenigen Minuten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder auch zu Fuß, was den Standort des Hotels geradezu ideal macht.
Über das Hotel
Schon beim Betreten unseres Zimmers fiel auf, wie großzügig es geschnitten war. Besonders gut gefallen hat mir der Balkon, von dem aus wir einen schönen Blick auf die Donau und die umliegenden Bäume hatten. Gerade morgens mit einer Tasse Kaffee oder abends nach einem langen Tag in Budapest konnte man dort wunderbar entspannen. Die Zimmer sind modern eingerichtet, gleichzeitig aber angenehm ruhig: genau das Richtige also nach einem Tag voller Sightseeing.
Jeden Morgen erwartet die Gäste ein abwechslungsreiches Frühstücksbuffet, das alles bietet: von warmen Eierspeisen, über zahlreiche Brotsorten und Gepäck, bis hin zu Müsli, Joghurt und Früchten. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, auch Mittag- oder Abendessen im Hotel zu buchen. Für den kleinen Hunger zwischendurch gibt es außerdem eine Bar beziehungsweise einen Snackbereich. Während unseres Aufenthalts war Halbpension inkludiert, so dass wir auch das Abendessen testen konnten, welches ebenfalls in Form eines Buffets serviert wurde. Auch hier war die Auswahl sehr reichlich und ich hatte keinerlei Probleme, gute vegetarische Optionen zu finden.
Der Wellness- und Spa-Bereich
Einer der größten Vorteile des Hotels ist ohne Zweifel der tolle Spa-Bereich, der für Hotelgäste inklusive ist. Besonders bekannt ist das Hotel für sein Thermalwasser, das aus den natürlichen Heilquellen der Margareteninsel stammt. Im Wellnessbereich gibt es mehrere Thermalbecken mit unterschiedlichen Temperaturen, bis zu 38 Grad, sodass jeder die für ihn angenehmste Wassertemperatur finden kann.
Wer lieber schwimmen möchte, kann das große Innenbecken nutzen. Außerdem stehen ein Außenpool, verschiedene Saunen sowie ein Kneipp-Tretbecken zur Verfügung. Während unseres Aufenthalts war es für den Außenpool zwar noch etwas zu kühl, an warmen Sommertagen ist er jedoch sicherlich ein echtes Highlight. Nach vielen gelaufenen Kilometern durch Budapest war der Spa-Bereich für mich jedenfalls der perfekte Ort, um den Tag entspannt ausklingen zu lassen. Ich fand besonders schön, dass der Wellnessbereich sowohl auf Erholung als auch auf gesundheitliche Anwendungen ausgerichtet ist. Dadurch unterscheidet sich das Hotel von vielen klassischen Stadthotels.
Während meines Aufenthalts durfte ich außerdem zwei Anwendungen im Spa ausprobieren. Zunächst erhielt ich ein entspannendes Welcome Facial, das genau das Richtige war, um am Tag nach der Anreise erst einmal herunterzukommen. An gleichen Tag konnte ich nachmittags eine weitere Wellnessanwendung genießen, die aus einem wohltuenden Ganzkörperpeeling und anschließend einem entspannenden Sprudelbad mit einer pflegenden Essenz bestand. Gerade in Kombination mit dem Thermalwasser passt dieses Angebot hervorragend zum Erholungskonzept des Hotels. Unter diesem Link findet man Infos zu allen Treatments sowie die entsprechenden Preise.
Weitere Highlights, die du in Budapest nicht verpassen solltest
Auch wenn die Margareteninsel Budapest mit dem Ensana Hotel für mich diesmal das eigentliche Highlight der Reise war, gibt es natürlich noch viele weitere Orte, die bei einem Budapest-Besuch unbedingt auf die Liste gehören. Die Stadt hat einfach so viel zu bieten, weswegen ich auch meine weiteren Budapest Tipps hier teilen möchte.
Ungarisches Parlament
Das imposante Parlamentsgebäude direkt an der Donau gehört für mich schon seitdem ich es zum ersten Mal gesehen habe zu den schönsten Bauwerken Europas, vielleicht sogar der ganzen Welt. Besonders beeindruckend wirkt es vom gegenüberliegenden Donauufer oder bei einer Bootsfahrt am Abend, wenn die Fassade stimmungsvoll beleuchtet ist.
Fischerbastei
Die Fischerbastei in Buda zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt und das zu recht. Von hier aus genießt man einen traumhaften Blick über die Donau, das Parlament und die Dächer von Pest. Gerade zum Sonnenaufgang oder in den Abendstunden ist die Atmosphäre dort besonders schön.#
Das jüdische Viertel
Unbedingt besuchen sollte man auch das historische jüdische Viertel, welches zu den spannendsten Stadtteilen Budapests gehört. Neben der beeindruckenden Großen Synagoge laden zahlreiche Cafés, Bars und koschere Restaurants dazu ein, das Viertel in Ruhe zu erkunden. Geschichte und modernes Stadtleben treffen hier auf besondere Weise aufeinander.
Ruinenbars
Wer das Nachtleben Budapests kennenlernen möchte, sollte unbedingt eine der berühmten Ruinenbars besuchen. Bei diesen handelt es sich eigentlich um Abrissbars, die ursprünglich aus der Not heraus entstanden sind. Studenten haben Abrisshäuser mit Kreativität auf Vordermann gebracht und diese Ruinenbars haben dann relativ schnell Kultstatus in Budapest erlangt und sich zum Touristenmagnet entwickelt. Am bekanntesten ist das Szimpla Kert, das mit seinem außergewöhnlichen Mix aus Vintage-Möbeln, Kunstinstallationen und verwinkelten Räumen längst zu den bekanntesten Bars Europas gehört.
Die Donau und ihre Brücken
Budapest lebt von seiner Lage an der Donau. Ein Spaziergang entlang des Flusses oder über eine der Brücken gehört deshalb einfach dazu. Besonders beeindruckend ist dabei der Blick auf das Parlament und die Uferpromenade, wenn am Abend langsam die Lichter der Stadt angehen.
Mein persönliches Fazit
Nach inzwischen rund zehn Besuchen hätte ich nie gedacht, dass Budapest mich noch einmal so überraschen würde. Gerade die Margareteninsel hat mir gezeigt, dass selbst bekannte Reiseziele noch neue Seiten haben können, wenn man ihnen etwas mehr Zeit widmet. Dazu beigetragen hat natürlich auch, dass ich mich im Ensana Hotel auf der Insel so wohl gefühlt habe. Besonders schön war es zudem, Budapest einmal mit jemandem zu erleben, der die Stadt noch gar nicht kannte. Für meinen Partner Dante war es der erste Besuch und schon nach kurzer Zeit meinte er, Budapest gehöre zu den schönsten Städten, die er bisher gesehen habe. Ehrlich gesagt kann ich ihm da nur zustimmen.
Wenn man Budapest nicht nur entdecken, sondern zwischendurch auch zur Ruhe kommen möchte, kann ich einen Aufenthalt auf der Margareteninsel wirklich empfehlen. Ich werde bei meinem nächsten Besuch in der ungarischen Hauptstadt auch sehr gerne wieder dort unterkommen.
Lesestoff zu Budapest
Ich empfehle in vielen meiner Reiseartikel weiterführende Leseempfehlungen zu den Orten und möchte dies auch hier tun. Deswegen folgen abschließend noch ein paar Links zu Reiseführern und anderen Büchern rund um Budapest.
Glücksorte in Budapest: Fahr hin & werd glücklich
111 Orte in Budapest, die man gesehen haben muss
Historischer Kriminalroman: Mord auf der Donau: Rätselhafter Todesfall auf dem Luxusdampfer
























