Mein Segelurlaub Griechenland mit Sailwithus

Wir haben ja alle so unsere Reise-Bucket-List, ob wir sie nun niedergeschrieben haben oder sie nur in unserem Kopf existiert: Reiseziele, die wir unbedingt noch besuchen wollen oder Reisearten, die wir noch kennenlernen möchten. Dass ich es liebe auf dem Wasser zu sein, das weiß wahrscheinlich jeder, der meinen Blog schon eine Weile verfolgt. Es macht mich glücklich auf das Wasser zu sehen, ob es nun das Meer oder ein Fluss ist, und ich liebe es, auf einem Schiff oder Boot zu sein: die Bewegung, das leichte Schaukeln, die Brise an Deck.

Somit ist ein Segelurlaub etwas, das mich schon länger reizt. Ich finde die Vorstellung toll, mich so eng mit dem Wasser verbunden zu fühlen, an dem ich natürlich auf einem Segelboot viel näher dran bin, als zum Beispiel auf einem Kreuzfahrtschiff. Und zudem ist Segeln auch viel nachhaltiger als letzteres. Doch natürlich wäre ich, die noch nie gesegelt ist, blutige Anfängerin und würde mich somit nur sehr ungern mit einer Gruppe Segelprofis auf Reisen begeben, von denen ich vermutlich hauptsächlich skeptische Blicke ernten würde. Da schießen mir Fragen durch den Kopf, wie “Wird man man mir überhaupt alles richtig erklären?” oder “Wie soll ich mich auf einem Segelschiff eigentlich verhalten?”. Deswegen fand ich von Anfang an die Vorstellung sehr angenehm mit anderen Laien zusammen meine ersten Segelerfahrungen zu machen. Zudem könnte ich so quasi alleine reisen und würde auf der Reise trotzdem nicht alleine sein. Denn so passioniert ich auch beispielsweise alleine Hotelurlaube mache, für das erste Mal Segeln möchte ich auf jeden Fall andere Menschen um mich herum haben – nicht zuletzt auch für den Erfahrungsaustausch.

Über Instagram bin ich auf Sailwithus gestoßen, habe mich ein wenig durch die wunderschönen Bilder geklickt und dann später auf der Webseite weiter gelesen. Und sofort wurde mir klar, dass es sich hier um ein Konzept handelt, das mir absolut zusagt: mit einer kleinen Gruppe von Menschen, die alle keine Segelprofis sowie etwa in meinem Alter sind, an sonnigen Orten segeln, gemeinsam kochen und lecker essen, an Land zusammen die Orte erkunden und das alles abseits vom Massentourismus.

Die Zielgebiete liegen großteils in Europa, teilweise aber auch weiter entfernt, und sind die folgenden:

Griechenland

Kroatien

Sardinien

Mallorca

Frankreich

Bucht im Norden von Spetses
Segelurlaub Griechenland

Außerhalb Europas außerdem:

Karibik

Thailand

Türkei

Segelurlaub Griechenland

Alles sind Länder beziehunngsweise Regionen, die ich sehr reizvoll finde, und außer in der Karibik, bin ich sogar überall schon mindestens einmal gewesen. Erinnert ihr euch noch daran, dass ich im letzten Juni in Chalkidiki in Griechenland war und wie begeistert ich abermals von dem Land war? Deswegen habe ich mich entschieden, dass ich gerne im kommenden Jahr mit Sailwithus nach Griechenland reisen würde: mein erster Segelurlaub Griechenland. Bisher war ich dort zweimal, neben der besagten Chalkidiki-Reise bereits einmal auf Rhodos, auch wenn das schon weit über zehn Jahre zurück liegt. Auf jeden Fall aber löst der Gedanke an Griechenland in mir immer sehr warme Assoziationen aus: Ich liebe das Essen, welches sogar für mich als Vegetarierin einiges bietet, die Natur, mit dem tiefblauen Meer, die Mentalität der Menschen dort. Und das südeuropäische Land lässt sich zudem schnell erreichen. Mittlerweile bin ich doch immer sehr froh, wenn ich nicht zu lange im Flugzeug sitzen muss und die 2-3 Stunden Flug nach Griechenland sind natürlich sehr gut zu bewältigen.

Haus in Hydra
Bucht Cap Sounion

Carl, der Gründer von Sailwithus, beschreibt die Faszination von Griechenland als Segeldestination übrigens damit, dass man zahlreiche unberührte nicht überlaufene Buchten findet und natürlich mit der überragenden Gastfreundschaft der Griechen. Die ich übrigens natürlich selbst auch schon kennenlernen durfte. Aber lest doch einfach mal das gesamte Interview, das ich mit ihm geführt habe (in dem ihr auch noch mehr zum Reisekonzept von Sailwithus erfahrt).

Interview Carl Grubert von sailwithus

Name: Carl Grubert

Alter: 39 Jahre

Wann hast du sailwithus gegründet und wie kam es dazu?

Vor 5 Jahren habe ich sailwithus gegründet. Ich habe Tourismus Management in England studiert. Dort habe ich über den Uni-Sport mit dem Segeln angefangen. Über einen Zufall startete ich nach dem Studium bei einem Segelreiseveranstalter mit einem Praktikum und bin dann fast 6 Jahre dort geblieben. Damals bin ich viel gesegelt und war komplett in der Reiseorganisation, Marketing und Vertrieb involviert. Nach 6 Jahren habe ich mich dann entschieden etwas komplett anderes zu machen, aber die Liebe zum Meer und zum Segeln hat mich zurückgezogen aufs Wasser und mich dazu bewegt sailwithus zu gründen.

Was macht euer Reisekonzept so einzigartig?

Unser Reisekonzept ist wegen der Mitsegler, den Yachten und den Erlebnissen im Vergleich zu einem klassischen Strandurlaub einzigartig. Wir organisieren hauptsächlich Segeltörns für junge Urlauber zwischen 20 – 39 Jahren.

Auf einer Yacht hat man eine super Möglichkeit neue Leute kennenzulernen. Das Konzept von sailwithus beinhaltet eine aktive Teilnahme am Bordleben. Man muss nicht zwingend aktiv segeln, sollte aber das Bordleben zusammen gestalten, wie z.B. gemeinsam kochen. Jeder Mitsegler kann seine Wünsche äußern und mitbestimmen. Wir bieten einen kompletten Individualurlaub für nicht Segler. Die eingesetzten Yachten sind moderne 3, 4 und 5 Kabinen Yachten. Die Mitsegler benötigen keinerlei Segelerfahrung, da wir erfahrene Skipper einsetzen. Somit sind 5 – 10 Urlauber auf einer Yacht.

Das Konzept ist also ein Urlaub für Alleinreisende, Pärchen und Freunde die auf unseren Törns zusammen eine fabelhafte Zeit unter der Sonne verbringen. Für kleine Freundes-Gruppen zwischen 4 und 10 Personen oder auch mehr Teilnehmern bieten wir eine ganze Yacht mit Skipper. On top ist es eine Urlaubsform mit einem relativ geringen ökologischem Fußabdruck aufgrund der natürlichen Fortbewegung einer Yacht mit dem Wind.

Ich selbst bin noch nie gesegelt. Wie würdest du einer Laiin wie mir die Faszination des Segelns erklären?

Für mich liegt die Faszination im absoluten Abschalten, in einem sehr hohem Freiheitsgefühl. Wenn man eine Yacht betritt, lebt man im Hier und Jetzt und vergisst ganz schnell die Welt um einen herum. Ganz viele Mitsegler haben mir das Feedback gegeben, dass sie noch nie so abschalten konnten, wie in Ihrem Segelurlaub.

Beim Segeln kann man jeden Tag neu entscheiden, wo es hin geht und wie man den Tag gestalten möchte. Man bewegt sich abseits von Touristenpfaden und jeder Tag ist einzigartig. Zusammengefasst ist ein Segelurlaub für mich Relaxen ohne Langeweile.

Was findest du persönlich an Griechenland als Segeldestination besonders faszinierend?

Die Gastfreundschaft und Freundlichkeit der Griechen ist einfach genial. Sie empfangen einen mit offenen Armen ohne aufdringlich zu sein. In Griechenland starten wir unsere Segeltörns von Athen, weil es ein perfekter Startpunkt für eine Segelwoche ist.

Hydra

Hier fasziniert mich, dass es unfassbar viele Möglichkeiten einer Routengestaltung gibt. Wenn man sich gut auskennt findet man auch in der totalen Hochsaison Buchten, die überhaupt nicht überlaufen sind. Das bietet kein anderes Revier im Mittelmeer. Griechenland bietet den perfekten Mix zwischen Natur, Kultur und Party. Wie z.B. schöne Naturbuchten in Spetses, kleine Hafenstädtchen wie Hydra oder die Erkundung der Akropolis in Athen. Yamas J

Hier findet ihr mehr Informationen über die Griechenland Tour mit Sailwithus: Mitsegeln in Griechenland.

Und falls ihr generell mehr Infos zu den Reisen mit Sailwithus haben wollt, lest mal in Gut zu wissen rein.

Außerdem habe ich noch mit einer ehemaligen Mitreisenden von Sailwithus gesprochen, Annett war auf Segeltörn in Griechenland, meiner favorisierten Destination für’s Segeln und ich habe sie zu den Erfahrungen befragt, die sie auf der Reise gesammelt hat.

Interview Mitreisende Segelurlaub Griechenland

Name: Annett

Alter: 29

Hattest du schon jegliche Segelerfahrungen, bevor du mit Sailwithus verreist bist?

Nein, ich war vorher noch nie segeln.

Wie war der Alltag an Board? Hast du dich aktiv am Segeln beteiligen können? Was waren zum Beispiel deine Tätigkeiten?

Jeder Tag an Board hatte seine Abenteuer und Routinen. Unser Skipper hat uns jeden Tag etwas mehr über das Segeln erzählt und wer wollte, konnte tatkräftig mit anpacken. Mir hat es großen Spaß gemacht unterschiedliche Aufgaben zu übernehmen, etwa das Bedienen der Achterleinen, das Setzen der Segel, das Steuer bedienen oder auch der ganzen Crew ein leckeres Essen vorbereiten.

Segelurlaub Griechenland

Über einen Zeitraum von ca. 1-2 Wochen auf so kleinem Raum mit Wildfremden zu verbringen ist sicher ein spannendes Erlebnis, aber könnte vielleicht auch manchmal eine Herausforderung sein? Wie hast
du das Miteinander an Board in der Gruppe erlebt?

Am ersten Tag sind wir alle zusammen für die Woche einkaufen gegangen, haben unsere Sachen in die Kajüten geräumt und hatten ausreichend Zeit uns schon etwas kennenzulernen. Wir haben uns gleich gut verstanden, obwohl wir alle unterschiedliche Charaktäre waren. Es hat Spaß gemacht jeden Tag mehr über die Mitsegler zu erfahren, es gibt aber auch ausreichend Raum, um sich zurückzuziehen, in der Sonne zu liegen und die Seele baumeln zu lassen.

Was waren für dich rückblickend die schönsten Erfahrungen und Erlebnisse auf der Reise?

Das Segeln an sich ist einfach eine unglaublich schöne Erfahrung, die Natur, Kultur und das leckere Essen Griechenlands haben auch dazu beigetragen, dass die Reise unvergesslich wurde. Ganz besonders schön war aber auch wie wir als Crew zusammengewachsen sind über die Woche.

Hast du im Anschluss das Segeln weiter verfolgt?

Ich habe schon die nächste Segelreise gebucht und es wird sicher nicht die letzte gewesen sein.

Fazit Segelurlaubsplanung

Auf jeden Fall freue ich mich schon jetzt sehr auf die Reise in diesem Jahr, den Segelurlaub Griechenland. Darauf, meine ersten Segelerfahrungen zu machen mit Gleichgesinnten. Ich sehe mich jetzt schon abends auf dem Boot sitzend, auf das Meer schauend, von allem mal Abstand nehmend. Und ich kann es kaum erwarten vom Boot aus direkt in die Meeresfluten zu springen, zu schwimmen, nur um mich danach wieder mit einem Buch in die Sonne zu legen, den Bauch voller gefüllter Weinblätter und griechischem Salat. Umgeben von netten Menschen mit ähnlichen Interessen, mit denen ich den Tag Revue passieren lasse, über die Dinge spreche, die wir erlebt und gesehen haben, bis ich mit dem Gefühl schlafen gehe, mich schon fast unbändig auf den nächsten Tag zu freuen.

Großen Dank an dieser Stelle an Sailwithus für die Kooperation und die sehr angenehme Zusammenarbeit.

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